Beispieltour - Schwarzenberg - Johanngeorgenstadt- Oberwiesenthal und zurück

 

Eine Beispieltour vom letzten Jahr als die tschechischen Grenzen und Imbisse noch geöffnet waren und wie sie im Normalfall stattfinden würde.

 



 

Es ist Anfang August. Für heute ist es recht warm gemeldet. Ich habe alles schon vorbereitet, und schwinge mich kurz nach acht bereits auf´s Rad. Ich habe die Tour bewusst auf wochentags gelegt, um die Spots die ich heute anfahren will, möglichst menschenleer zu haben. Ich starte über Schwarzenberg Heide hinauf zur Morgenleithe und weiter Richtung Rote Grube. Dort vorbei geht es zu den Teufelssteinen in Erlabrunn. Ich halte nur kurz für ein paar Fotos. Ich will schließlich zeitig am Eisernen Tor "beim Zoll" sein. Ein schöner Platz für eine Pause und einen Kaffee. Und Wochentags früh menschenleer. Ich erreiche diesen auch kurz nach neun und bin tatsächlich allein... Herrlich!

 

 

Nach einem Kaffee und ein paar entspannten Minuten in der Hängematte, und ohne andere Menschen, breche ich wieder auf. Runter nach Jeleni geht es weiter, durch ein weitläufiges Tal, auf eine "Waldautobahn", welche mich Richtung Platten und Bozi Dar leitet. Durch die grüne Natur geht es kilometerlange Waldwege entlang, direkt nach Platten. Die knapp 20 Km vergehen fast wie im Flug.  Der kleine beschauliche Ort Platten ist vollgepackt mit vielen Highlights. Kletterfelsen im Süden, der Plattenberg im Osten, die versteckte Wurzelhütte und einem Zentrum gibt es gute Kneipen und Gaststätten. Das Zentrum lasse ich jedoch liegen und fahre hinauf Richtung Plattenberg. Kurz nach dem Ortsausgang gelangt man, wenn man rechts in einen Feldweg biegt, zur Wurzelhütte. Etwas versteckt, aber trotzdem mittlerweile gut besucht. Ich hab wiedermal Glück und bin fast allein. Bei einem Hermelinkäse (tschechische Spezialität) und einem Bier, erfreue ich mich der Idylle und Ruhe.

 

 

 

Von solchen Orten will man gar nicht wieder los. Aber was soll´s, weiter geht´s nach Bozi Dar. Von Platten aus geht es der wenig befahrenen Straße entlang in diese Richtung. Durch die Hochebenen, mit ihrem typischen Gras, welches es nach da gibt, fahren kurz vor Bozi Dar auf den Radweg. Den Ort selbst durchfahre ich ohne Stopp, da er mir mittlerweile zu überlaufen ist. Ok, man kann gut essen und trinken da. Aber durch seine gute Erreichbarkeit mit Auto, ist er eben auch ziemlich überlaufen. Da mach ich lieber einen kleinen Abstecher hoch nach Neklid. Direkt neben Lift, an der alten "Rumburak-Baude" bekommt man neben einer grandiosen Aussicht auch Snacks und Getränke. Fernab der Massen im Ort.

 

 

Wenn ich schon hier oben bin, so denke ich, fahr ich halt nochmal schnell auf den Fichtelberg. Gesagt, getan. 30 Minuten später stehe ich etwas verschwitzt auf dem höchsten Berg der ehemaligen DDR. Da aber doch schon einiges an Zeit vergangen ist, halte ich mich nicht lange auf und fahre der Skipiste und dem "Philosophenweg" entlang, ins Tal. Dort gibt es ein schnelles Kaltgetränk mit einem Bekannten aus dem Ort. Danach geht es über Sparingberg und Waldeck auf den Gifthüttenweg, welcher mich zum ehemaligen Kalkbruch bei Crottendorf bringt. Ein stillgelegter Kalkbruch mit kleinem Teich, der dem örtlichem Tauchverein zu üben dient. Außerdem gibt es dort Stellplätze für Camper, eine Herberge, ein paar Tiergehege und ganz viel Ruhe. Ein traumhafter Ort.

 

 

Ab jetzt geht es auch nur noch bergab. Und so sind die 15 Km bis Schwarzenberg, vorbei an Wolfener Mühle und Unterbecken, eigentlich nur ein Katzensprung. Und so bin ich eine halbe Stunde später wieder daheim in Schwarzenberg. Auf dem Tacho stehen wieder 84 Km und 1500 Hm. Aber das ist wie gesagt nur erwähnt, für die Interessierten. Mir persönlich geht es um den Weg an sich. Und der hat sich wie immer gelohnt ;)

 



 

Glück auf...