Beispieltour - Von Schwarzenberg nach Hundshübel und auf Umwegen zurück

 

 

Es ist der 28.03. und eigentlich ist Winter im Gebirge. Doch heute ist die Sonne draußen, es sind 8 Grad gemeldet, sprich, es ist Radwetter. Da mein Rad schon vorbereitet ist und sehnsüchtig auf seinen ersten Einsatz wartet, starte ich am späten Vormittag. Wie immer nur ´ne grobe Richtung und einen eventuellen Anlaufpunkt im Kopf. Mit Kaffee und geschmierten Brötchen (es ist noch Alles geschlossen wegen Covid) mache ich mich auf den Weg. Ich starte, dem Radweg folgend, in Richtung Aue. Vorbei an Schneeresten durch den echt noch ziemlich "schattigen" Wald. Aber naja, gegen Kälte gibt es ja Kleidung.

 

 

 

 

Mein Weg führt mich weiter durch Aue auf den Radweg nach Blauenthal. Am Ende der 17 km Muldetalradweg biege ich ab Richtung Eibenstock und folge den Schilder nach Hundshübel. Dabei nehme ich einen kleinen Umweg durch Neidhardtsthal, um kurz darauf, unterhalb der Staumauer der Talsperre Eibenstock, abzubiegen und dem Waldweg nach Hundshübel zu folgen. Immer wieder kann ich links von mir Blicke auf die Talsperre erhaschen. In Hundshübel fahre ich dann weiter, hinauf in den Ortskern, um von da aus zum Aussichtspunkt „Viehzigblick“ zu gelangen. Dort angekommen tut sich vor mir einer der schönsten Ausblicke im Erz auf.

 

 

 

 

Wie immer bin ich überwältigt, und ich denke wiedermal "...so muss es in Kanada sein". Ich setze mich und genieße meinen Kaffee und die mitgebrachten Brötchen. Schade und gut zugleich, dass es hier kein Bier gibt. Frisch gestärkt und voll motiviert trete ich kurz drauf wieder in die Pedale. Mit Ausflügen in den Schlamm und über ein Feld, fahre ich, vorbei am "Torfwerk", wo ich tatsächlich ein Bier „to go“ bekomme, weiter nach Schneeberg. Über Neustädtel, hinauf zum Gleesberg, genieße ich den Ausblick auf die Bergstadt Schneeberg. Schwitzend und kurz schiebend erreiche ich den Gipfel und entscheide mich spontan, meine Reise Richtung Floßgraben fortzusetzen. So biege ich ab, hinunter zum Brünlaßberg und "rattere" über einen schmalen Trail direkt auf den Floßgraben zu.

 

 

 

 

Dem schmalen Floßgraben folgend, vorbei an moosgrünen Felsen, fahre ich bis zum Rechenhaus nach Bockau. Ab und an bleibe ich für die Aussichten und ein zwei Fotos stehen. Vom Rechenhaus geht es ein Stück zurück Richtung Aue und dann hinauf nach Bockau. Etwa auf Höhe Ortsmitte führen mich die Schilder wieder Richtung Heimat, Richtung Schwarzenberg. Mit einem Umweg über die Waschanlage in Lauter komme ich am frühen Abend, genau zum Sonnenuntergang, mit einem Grinsen und einem sauberen Rad wieder daheim an.

 

 

 

Hinter mir liegen heute 82 km und 1450 hm. Aber das ist alles nicht wichtig. Wichtig ist das Erlebte ;)

 

 

 

 

In diesem Sinne...

 

Glück auf

 

 

Ps.: Die Tour wurde zu Coronazeiten, und den damit verbundenen Einschränkungen, durchgeführt.